Was ist ein “ kurnarski buletin”?
Vor allen moeglichen verfuegbaren Formen von einer schnellen Kommunikation unserer Zeit, auf den Kornatiinseln und Insel Murter, wurde die Nachricht in die weite Ferne in Form kleiner geschriebener Nachrichten, von Mensch zu Mensch, fuer Mensch, von Insel zu Insel gesendet. Sie wurden auf bestimmte Weise gefaltet.
Das Papier fuer diese Nachrichten, war dieses, das gerade in diesem Moment verfuegbar auf der Insel war, denn natuerlich war man auf den Inseln zu der Zeit knapp damit.
Das war oft ein braunes Papier vom Zementsaecken, die oft fuenf Schichten hatten.
Diese Art von Behelfen zeigt die Sparsamkeit auf den Inseln mit der jedes verwendbare Stueck Material sehr geschaetzt wurde und umherging, bis man ihn noch nutzen konnte.
So entstand der “kurnarski buletin” vom Packpapier fuer Baumaterial, nachdem er dann als Papier zum Schreiben und zur Nachrichtenuebertragung diente. Wegen seiner besonderen Faltart, konnte er leicht dazu verwendet werden, dass man z.B. Samen, oder Petersilie hineinpackt. Im “ Geist des Umherkreisens”, konnte das dunkle Papier, auch noch weiter fuer andere Zwecke wiederverwendet werden, nachdem man die Samen verbraucht hat. Am Ende hat man das Papier sicher nicht in den Muellkorb geschmissen, sondern sehr wahrscheinlich beim Feuer verbrannt.
Im Englischen gibt es das Wort “upcycling”, das man in kroatischer Sprache als “ wiederverwendbar” uebersetzen kann, und auf “ kurnarski” oder “dalmatinisch”,ist das Bewusstsein eingebettet in das Wort “škapulavanje”, was eigentlich bedeutet, etwas retten.
“Škapulati” außer retten, bedeutet auch rausholen oder befreien.
Der “kurnarski buletin” wurde als eine selbstsaendige Nachricht gesendet, aber noch oefter als Nachricht mit einer Sendung zusammen. Z.B. wenn man einen Korb mit Lebensmittel von Insel Murter auf die Kornaten geschickt hat, wurde auch der “buletin” am Korb angebracht. Wenn man keine Schnur dazu hatte, benutzte man oft ein Stueck zerrissenes Fischernetz. Und wenn man von den Kornaten nach Murter etwas geschickt hat, z.B. frisch gemachte “puina”oder “Ricotta”, die man in einem Lacken mit gebundenen Ecken, aufgehangen an einem Nagel am Boot, transportierte, war auch hier ein “buletin” drangeschnuert, mit der Nachricht, fuer wen die “puina” ist oder wem man sie verkaufen muss.
So wie die Zeit des Schreibens von “buletin” verging, so wurde er als interpretierte Form auf der Erzaehlplattform “Teepartys am Leuchtturm” wiedergeboren. So wurde die Geschichte der Kornaten uebertragen und ein Stueck Papier vermittelt, das nicht aufhoert zu zirkulieren. Als Inspiration ist er auch in” Destina’s buletin” anwesend.
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